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  Berliner Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung – 06.03.2017 bis 07.03.2017

Gabi zu Gast beim Forum 15 auf dem Integrationskongress der Friedrich-Ebert-Stiftung

Berlin 06.-07.03.2017 – Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl Kübel Stiftung und Expertin für Gabi – ganzheitliche Bildung im Sozialraum, die Möglichkeit Chancen aufzeigen, die Familien für eine Integration in die Gesellschaft bieten.

#Angekommen war der Titel des international besetzten Integrationskongresses der Friedrich-Ebert-Stiftung am 06.-07.03.2017 im Berliner Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten Fragen, wie: Was sind Gelingensbedingungen für eine Integration in die Deutsche Gesellschaft? Wie schaffen wir eine Integration auf Augenhöhe, statt einer Assimilation? Was bedeutet Deutsch zu sein und wie können wir strukturelle Diskriminierung und Rassismus in Deutschland bekämpfen? Diese und viele weitere Fragen wurden im Rahmen zahlreicher Foren und in Plenumsbeträgen aus verschiedensten Blickwinkeln diskutiert

Dabei wurde in der Diskussion deutlich, dass ein defizitorientierter Ansatz und Angebote, die sich ausschließlich und exklusive an einzelne Gruppen (wie Menschen mit Migrationshintergrund oder mit Fluchterfahrung) richten, nicht für die Integration vor Ort förderlich sind. Wenn Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, müssen Angebote geöffnet werden, um so eine Begegnung und einen Austausch zu ermöglichen. Ein Lösungsansatz kann dabei sein, integrierende Gruppen zu fördern, wie es zum Bespiel die Leitidee Gabi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum durch ihre Arbeit macht. Die Stiftung unterstützt Eltern mit Kindern, unabhängig davon welcher Kultur oder Religion diese angehören oder wie lange sie bereits in einem Sozialraum wohnen.

 

Informationen zum „Forum 15 Familien als Schlüssel zu gelingender Integration“

 

Am 07.03.2017 hatte Daniela Kobelt Neuhaus die Gelegenheit über gelungene Praxisbeispiele zu berichten und über die Möglichkeiten die Integration von Familien mit Fluchterfahrung durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen zu fördern. Dabei wurde deutlich, dass Familien ein Schlüssel zu einer gelingenden Integration sein können. „Dieser Ansatz bildet die Grundsäule der Leitidee Ganzheitliche Bildung im Sozialraum – Gabi“, so Frau Neuhaus weiter. Über die Themenwahl „Familien als Schlüssel zu gelingender Integration“ des Forums 15 äußerte sie sich weiterhin: „Niedrigschwellige, bedarfsgerechte Angebote sind eine Brücke, die Lebenswelt von Familien in einem Sozialraum und stärken die Selbstwirksamkeit von Eltern. Gerade wenn man neu in einer Stadt bzw. Gemeinde ist, ist es besonders wichtig sich auszutauschen und von den Erfahrungen anderer Menschen in diesem Sozialraum zu lernen. Besonders positive Gemeinsamkeiten, wie Eltern zu sein und ein Kind im gleichen Alter zu haben, können die Integration vor Ort unterstützen. Daher sind Familien aus Sicht der Karl Kübel Stiftung ein Schlüssel für eine gelingende Integration“.

 

Auch das Interesse weiterer Teilnehmer des Forums 15 wurde durch die Wahl des Themas sowie die spannenden Beiträge des Forums 15 geweckt.

„Integration und Familie sind meine politischen Schwerpunkte und daher bietet mir diese Form die Gelegenheit, diese zwei Themen zu vereinen. Die Familie ist aus meiner Sicht der entscheidende Grundpfeiler für unsere Gesellschaft. Dabei bieten Familien oft, gerade im Kontext von Flucht, eine zentrale Unterstützung und Halt für ein Ankommen in unserer Gesellschaft. Durch Programme, wie Sprach-Kitas, möchte die Bundesregierung Familien in ihrem Lebensumfeld unterstützen.“, sagte Gülistan Yüksel, Mitglied des Deutschen Bundestags und der AG Familie, Senioren, Frauen in der SPD-Bundestagsfraktion.

„Ich finde es wichtig, dass sich Politik mit der Praxis vor Ort austauscht und der Bund, das Land und auch die Kommunen mehr Gespräche mit den Menschen führen, die direkt von ihrer Politik betroffen sind. Der Integrationskongress gibt den Bürgerinnen und Bürgern, den Akteuren in den Städten, Gemeinden und Landkreisen die Möglichkeit zum Austausch und die Chance von ihren Erfahrungen vor Ort zu berichten.“, erklärte Elisa Gutsche, Moderatorin der Forums 15, im Anschluss an die zwei Forenrunden.

„Gerade im frühkindlichen Bereich gibt es eine Vielzahl an Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt und Heterogenität, so dass sich dieser Bereich in mehrfacher Hinsicht für eine Integration von Menschen mit Fluchterfahrung eignet. In der Frage der Ausgestaltung von Angeboten für Familien und in der Verbesserung von Rahmenbedingungen für Familien haben Kommunen einen großen Handlungsspielraum und müssen diesen konsequenter im Sinne der Familien vor Ort nutzen. Hierbei sollte die Bundes- und Landesebene passgenauer unterstützen, indem sie die bestehenden Fördergelder so verteilen, dass sie bedarfsgerecht dort eingesetzt werden können, wo sie gebraucht werden. Auch etablierte Unterstützungsmaßnahmen, wie Integrations- und Sprachkurse sollten auf die Vereinbarkeit für Familien hin überprüft werden.“, fasste Daniela Kobelt Neuhaus abschließend die Diskussion zusammen.

Hier finden Sie die Dokumentation des Integrationskongresses #Ankommen der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 


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