JEDES KIND IST WICHTIG!

Veranstaltungen

  Bau E der Zitadelle Mainz – 09.09.2016 bis 11.09.2016

SPREAD! – Vernetzung in den Sozialraum durch Kunst

 

Ganz im Zeichen der Kunst stand in diesen Tagen die städtische Kita Neustadtzentrum in Mainz, die seit Ende 2013 Modellstandort der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie ist. Als Modellstandort orientiert sich die Kita an der Leitidee Ganzheitliche Bildung im Sozialraum – GaBi. Mit GaBi unterstützt die Stiftung zusammen mit dem in Dresden ansässigen stiftungs­eigenen Felsenweg-Institut Kindertageseinrichtungen, Politik und Träger, damit Familien in ihrem Umfeld niedrigschwellige Unterstützung und familienfreundliche Rahmenbedingungen vorfinden. Dafür sind Kooperationen und eine Vernetzung in den Sozialraum, also im direkten Umfeld, der Familien notwendig. Nur so entstehen an die Bedürfnisse der Familien orientierte Angebote.

kuensterlergruppe-oktoober-sabine-felker-und-juergen-waldmannWas man mit einer solchen Öffnung in den Sozialraum erreichen kann, zeigt die Kita Neustadt­zentrum mit dem Projekt SPREAD! Bei dem mit der Künstlergruppe OKTOOBER durchgeführten Projekt konnten jede und jeder mitmachen. Die Teilnehmer gestalteten Quadrate und ließen dabei die Ecken des Bilds frei. So sind individuelle Bilder entstanden, die sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen lassen. Auf der Rückseite konnte jeder einen persönlichen Wunsch aufschreiben, der im Rahmen einer Installation bei der Vernissage gezeigt wurde. „Wir waren überrascht, wie viele Bürgerinnen und Bürger in der Neustadt teilgenommen haben“, dieses positive Resümee zogen die Künstler der Gruppe OKTOOBER, welche dort zusammen mit der Kita Neustadtzentrum das Projekt durchgeführt haben. „Wir haben nicht nur die Kinder und Eltern der Kita Neustadtzentrum erreicht, sondern Senioren, Jugendliche, Neuzugewanderte und viele, viele mehr. Insgesamt haben wir über 1.500 Spreads gesammelt, hunderte Menschen haben mitgemacht und hunderte von Stunden in das gemeinsame Werk investiert. Dabei haben sich die Menschen gegenseitig inspiriert und sind ins Gespräch gekommen. Es sind Kontakte entstanden, die auch nach dem Projekt bestehen bleiben. SPREAD! soll weitergehen und über die Mainzer Neustadt hinaus wirken, derzeit suchen wir hierfür Partner.“, erläuterten Sabine Felker und Jürgen Waldmann, Kunstschaffende von OKTOOBER, bei der Vernissage am 9. September.

„Das ist mein Bild!“ – Die Kinder der Kita konnten mit Fug und Recht stolz auf ihre Werke sein, die die Grundlage und den Startschuss des Projektes gebildet haben. „Wir waren immer wieder überrascht, wie groß das Projekt geworden ist und sind glücklich, wie viele Menschen wir in der Mainzer Neustadt erreicht haben. Projekte, die in den Stadtteil wirken, sind uns wichtig. Wir konnten durch SPREAD! Familien in der Neustadt erreichen, die uns und unser Angebot zuvor noch nicht kannten. Diese Familie wissen nun, dass sie herzlich in der Kita Neustadtzentrum willkommen sind. Die Kita ist nicht nur für Eltern da, die ihr Kind in der Einrichtung betreuen lassen, sondern bietet Angebote und Unterstützung für alle Familien in der Mainzer Neustadt“, so Esther Burg, Leiterin der Kita.

Schirmherr des Projekts SPREAD! ist Kurt Merkator Sozialdezernent der Stadt Mainz. Er sagte: „Ich freue mich, dass das Ergebnis dieses tollen Projekts nicht nur die heute Anwesenden sehen werden, sondern über das Zitadellenfest am Sonntag mehr Mainzer Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Das Projekt hat gezeigt: Wer zusammen zeichnet, kommt zusammen. Am Ende gibt es ein gemeinsames Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Ich möchte mich als Schirmherr bei allen Teilnehmern und vor allem allen Unterstützern bedanken.“

 

HINTERGRUND

Die Kita Neustadtzentrum ist einer von insgesamt neun Standorten der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in acht Bundesländern. Neben dem Standort in Rheinland-Pfalz unterstützt die Stiftung Einrichtungen im Saarland, Hessen, Thüringen, Sachsen, Berlin, Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Modelleinrichtungen stehen mit ihren individuellen Schwerpunkten und Angeboten Interessierten als Konsultationseinrichtung offen. Weitere Informationen zu den Modellstandorten und der Inlandsarbeit der Karl Kübel Stiftung finden Sie hier.

 


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