JEDES KIND IST WICHTIG!

Berlin

Werte vorleben

Familienzentrum Leuchtturm

 

Der Beginn eines Kinder- und Familienzentrums

Im Berliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen sollte eine Kita entstehen, die über die reguläre Betreuung hinaus vielfältige Angebote für Eltern und Familien bereitstellt: Ein Leuchtturm im Stadtteil, den man in Anlehnung an dessen Straßennamen auch Ostseeviertel nennt. So öffnete das Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Leuchtturm in der Plattenbausiedlung vor Ort seine Türen. Seit dem Jahr 2011 ist das KiFaZ eine GaBi-Konsultationseinrichtung.

 

 

Ziel ist es, Eltern zu stärken

Im Stadtteil Hohenschönhausen leben durchschnittlich viele finanziell schwächer gestellte Menschen und Familien. Die Mitarbeitenden des Familienzentrums Leuchtturm wissen um diese Herausforderung:

„Den Menschen zu sagen, dass sie wertvoll für diese Gesellschaft sind – egal ob sie aktuell in Arbeit sind oder nicht. Wenn sie eine Rolle als Eltern übernehmen, sind sie allein dadurch schon eine Bereicherung der Gesellschaft“, beschreibt die Geschäftsführerin des Trägervereins Evelyn Ulrich die Haltung, mit der die Fachkräfte den Eltern in der Einrichtung begegnen. Sie fügt hinzu: „Und wenn sie ihren Kindern Liebe und Halt mitgeben, ist damit eine Menge gewonnen.“

Neben pädagogischem Fachwissen ist es auch diese wertschätzende Haltung, mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KiFaZ in Hohenschönhausen den Menschen begegnen, welche die Einrichtung zu einem Leuchtturm macht.

 

Die Basis des KiFaz Leuchtturm bilden vier Bereiche:

© kita leuchtturm / Max Kullmann

  •  Die Kita bietet Platz für 160 Kinder und arbeitet mit den Grundprinzipien des Early Excellence-Ansatzes daran, dass die Kinder zu selbstbewussten jungen Menschen heranwachsen.
  • Das Begegnungszentrum ist ein Ort des informellen Lernens, wo sich Eltern und deren Kinder im Alter von 0 bis sechs Jahren aus dem Stadtteil untereinander treffen, austauschen und viel voneinander lernen können. Die Besucherinnen und Besucher können sich entsprechend ihren Stärken einbringen, sich engagieren und das Begegnungszentrum mitgestalten.
  • Der medizinisch/therapeutische Bereich befindet sich im Aufbau. Geplant sind beispielsweise Angebote zur Ergotherapie oder Logopädie. Aus einem Projekt einer Ergotherapeutin und ihren Schülerinnen und Schülern ist so ein Hör-Memory für Eltern und Kinder entstanden und wurde der Einrichtung zur Verfügung gestellt.
  • Die angebotenen Weiterbildungen in den Räumlichkeiten des KiFaZ richten sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte und an alle interessierten Personen, die sich im Sozialraum orientieren. Behandelt werden unterschiedliche Themen wie z.B. gewaltfreie Kommunikation oder aber auch Stimmbildung durch eine Opernsängerin.

 

Stadtplan des Sozialraumes

Wahrnehmung des Sozialraumes: Wo wohnen die Kinder? Wo können sie tolle Sachen machen? Wo gibt es Spielplätze usw.

Vernetzung im Sozialraum

Das KiFaz macht es sich in seiner Rolle als Stadtteilzentrum zur Aufgabe Vernetzungsarbeit zu übernehmen. Konkret bedeutet dies im Blick zu haben welche Angebote, Vereine und Initiativen es im Stadtteil gibt,

  • welche Nachfragen nach weiteren Angeboten bestehen,
  • in welchen Bereichen ein Überangebot existiert.

Außerdem tritt das KiFaZ mit verschiedenen Akteuren in Kontakt, mit dem Ziel Kooperationen nachhaltig zu fördern.

 

Ein Gewinn für alle Beteiligten

Konkurrenzgedanken liegen den Akteuren in Neu-Hohenschönhausen fern. Stattdessen empfinden sie die intensive Zusammenarbeit mit anderen Trägern und dem Bezirksamt innerhalb des Nachbarschaftshauses als Gewinn und profitieren von den Synergien, die sich ergeben. Auch das KiFaZ verfügt inzwischen über eigene Netzwerkstrukturen zum Wohle der Kinder und Eltern.

Die Mitarbeitenden des Familienzentrums sehen sich in einer Vorbildrolle und möchten Werte vorleben, die ihnen wichtig geworden sind: gegenseitiger Respekt, Nachbarschaftshilfe, füreinander Dasein und Einstehen. Diese Haltung, der Aspekt der sozialraumorientierten Arbeit und ganzheitliche Bildungsangebote bilden die Säulen der Arbeit im KiFaZ Leuchtturm.

 

Pädagogische Schwerpunkte          

      

 
  • Beteiligung Betroffener (Partizipation),

    Kita_Leuchtturm_2013_by_Max_kullmann_8894_600_900

    © kita leuchtturm / Max Kullmann

  • Mitgestaltung und Mitbestimmung durch Kinder und Eltern
  • Transparenz über getroffene Entscheidungen und Abläufe – Brücken werden zu anderen Einrichtungen im Stadtteil geschlagen (Sportverein, Musikschule, Umweltprojekt)
  • Fachliche Beratung in Einzelfragen der Erziehung, in Fragen der Gesundheit und anderen Problemlagen wird entweder selbst gesichert oder Wege zu anderen Hilfen aufgezeigt.

Das ist in der Kita besonders wichtig

 
  • Die Arbeit mit den Eltern
  • Jedes Kind wird in seiner Individualität wahrgenommen und in seiner Entwicklung begleitet aber auch in seinem solidarischen Handeln bestärkt
 
  • Chancengerechtigkeit für alle Kinder ermöglichen
 
  • Einbeziehung und Mobilisierung von Eltern, Großeltern, Ehrenamtlichen in die Arbeit – Was gemeinsam geschaffen wird, hat mehrfachen Wert

Weitere Informationen zum KiFaZ Leuchtturm

Konsultationseinrichtungen finden: