JEDES KIND IST WICHTIG!

Saarland

Haus für Kinder und Familien St. Marien, Ensdorf

 

Das Haus für Kinder und Familien St. Marien liegt in der Gemeinde Ensdorf im Landkreis Saarlouis. Bekannt ist die am Ufer der Saar gelegene ehemals dörfliche Gemeinde durch die leistungsfähigste Berghalde Europas. Über mehrere Generationen hinweg prägte der Bergbau das Leben in der Gemeinde. Mit der Stilllegung des Steinkohlenbergbaus 2012 ging das Kohlezeitalter im Saarrevier zu Ende. Seither geht es darum, neue Perspektiven für die Region zu finden.

 

Ein Kindergarten wird zum Haus für Kinder und Familien

Neue Perspektiven prägen auch den Wandel der Kita St. Marien in Ensdorf, die eine hundertjährige Geschichte vorweist. Aus einer von Ordensfrauen geführten, eingruppigen Kinderbetreuungseinrichtung hat sie sich in nur wenigen Jahren zu einer heute elfgruppigen modernen Kin-dertageseinrichtung mit flexiblen Betreuungsformen und Betreuungszeiten weiterentwickelt. Mit der Umwandlung der Kita in ein Haus für Kinder und Familien reagiert der Träger, die Katholische KiTa Saar gGmbH, auf die Herausforderungen der Zeit, etwa auf die zunehmende Erwerbstätigkeit von Müttern, die in der Gemeinde besonders in den letzten zehn Jahren zugenommen hat. Aufgrund der zunehmenden Mobilität und Flexibilität am Arbeitsplatz stehen vielen jungen Familien auch im ländlichen Raum familiäre Netzwerke nicht mehr selbstverständlich zur Verfügung.

Die kreisweit größte Kindertageseinrichtung geht neue Wege

Nicht nur baulich hat sich in der mittlerweile kreisweit größten Kindertageseinrichtung vieles verändert. Mit dem landesweit einmaligen Modell eines Hauses für Kinder und Familien betritt die Gemeinde Neuland. Der Name ist zugleich Programm. Er steht für ein Konzept, dass über die klassischen Betreuungsangebote hinausgeht. Die Weiterentwicklung des Konzepts zum Haus für Kinder und Familien zielt auf

  • die Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern durch Unterstützungs- und Beratungsangebote für Eltern und Familien im Familienzentrum,
  • die stärkere Beteiligung der Eltern an den Erziehungs- und Bildungsprozessen der Kinder,
  • den Aufbau einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern, Familien und Erzieherinnen und Erziehern und
  • die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Informations-, Beratungs- und Freizeitangebote sollen sukzessive das bestehende Angebot erweitern. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – mittlerweile konnte die fünfte Gruppe für Kinder unter Drei eröffnet werden, will die Einrichtung Familien ein differenziertes und passgenaues Angebot bieten. Der Raum hierfür ist bereits geschaffen. Die bislang vom Pfarrzentrum genutzten Räume im Untergeschoss der Einrichtung stehen nun den Eltern offen.

 

Die Eigenregie der Eltern fördern

Außergewöhnlich war die Neugestaltung des Außengeländes. Die Arbeitsleistung wurde durchweg von den Familien der Krippen- und Kindergartenkinder erbracht. Ob Hochbeete angelegt, eine Bobby Car Rennstreckte aufgemalt oder eine Hangrutsche mit Wasserlauf gebaut wurde, all das geschah unter Federführung des Elternausschusses und des Fördervereins. Die Erzieherinnen standen dabei unterstützend zur Seite. Auch das Zauberstübchen ist ein Projekt von Eltern für Eltern. Alle zwei Wochen können Eltern in der Spiel- und Kleiderbörse Dinge ausleihen, tauschen oder einfach nur mitnehmen. Parallel hierzu gibt es kleine Angebote für Eltern und Kinder.

 

Stammblatt – Kath. Kindertageseinrichtung

St. Marien, Ensdorf

 

Anschrift

Name/Träger Katholische KiTa gGmbH Saar
Adresse Am Pfarrgarten 3,

66806 Ensdorf

Telefon 06831-53391
E-Mail st.marien-ensdorf@kita-saar.de

                                                                                                                                 

Betreuungsangebot

Öffnungszeiten Montag-Freitag

07.00 – 17.00 Uhr

Anzahl der Plätze 212 Plätze
Alter der Kinder 0 – 6 Jahren

 

Pädagogische Schwerpunkte                  

Als Haus für Kinder und Familien in katholischer Trägerschaft leben wir ein christliches Menschenbild und religiöse Erziehung ist ein wichtiger Grundsatz unserer Arbeit. Die Inhalte der Leitbilder des Bistums Trier, der Katholischen KiTa gGmbH Saarland und unsere Einrichtungsleitsätze bilden die Grundlage. Wir orientieren uns in unserem pädagogischen Alltag an der Lebenswelt, den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und ihrer Familien. Das Handlungskonzept ist für uns der Situationsansatz. Besonders wichtig ist uns, die Kinder bei der pädagogischen Planung und Gestaltung des Alltags zu beteiligen.

 

Räume bilden

Jede Kita nimmt durch Räume und Materialien, die sie den Kindern zur Verfügung stellt, Einfluss auf deren Bildungs- und Lernprozesse. Daher war es uns wichtig, die Räume so zu gestalten, dass sie dem forschenden Lernen der Kinder Anregungen bieten und solche Materialien bereitstellen, die Kinder in ihrem Entdeckerdrang und ihrer Bewegungslust herausfordern. Bei der Umgestaltung der Räume orientierten wir uns konsequent am Hamburger Raumkonzept, was in dieser Größenordnung für das Saarland bisher einmalig ist.

 

Die Räume tragen den elementaren Bedürfnissen der Kinder nach Begegnung, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung Rechnung. Die Farben, das Licht und die Materialien spielten bei unserem Umbau dabei eine Schlüsselrolle. Seither kennzeichnen Materialien, die spannend fürs Auge und das haptische Erleben sind, Spieltreppen mit großformatigen Stufen und Podest-Landschaften die Räume der Krippe. Die Kindergartenkinder finden unterschiedlich eingerichtete Erfahrungsräume vor. Im Rahmen unserer teiloffenen Arbeit können sie ihre Spielräume wählen. In beiden Bereichen gibt es jeweils ein Bistro für die Kinder.

 

Das ist in der Kita besonders wichtig

 
  • Der Empfang im Flur, der allen eine Orientierung bietet und der täglich besetzt ist.
  • Das Elterncafé.
  • Die AG „Taschenbücherei“, ein Kooperationsprojekt mit der Bücherei Saarlouis: Eltern können von der Kita eine Tasche mit ausgewählten Büchern ausleihen.
  • Die Beteiligung an der bundesweiten Initiative „Anschwung“ mit dem wir die Grundstrukturen für unser Haus für Kinder und Familien erarbeitet haben. Das Folgeprojekt „3×1 macht stark“ der deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Kooperation mit der Postbank bewilligte Eltern ein Budget für ein Projekt in Eigenregie: So entstand unser „Zauberstübchen“.
  • Die bislang als Pfarrzentrum genutzte Etage im Untergeschoss des Gebäudekomplexes wurde umgebaut und erweitert und steht der Kita wie den Eltern gleichermaßen zur Verfügung.
  • Die gute Kooperation mit Vereinen und Initiativen in der  Gemeinde, sowohl was die räumliche, als auch die finanzielle und personelle Unterstützung anbelangt. So werden z.B. gemeinsame Feste veranstaltet, die zum Teil noch auf die Tradition des Bergbaus zurückzuführen sind.

 

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