JEDES KIND IST WICHTIG!

Thüringen

Kinder bestimmen mit

Familien-Kita Anne Frank

 

Die Familien-Kita Anne Frank wird von insgesamt 150 Kinder, davon etwa 30 Kinder unter drei Jahren, besucht. Die pädagogische Arbeit hat den Situationsansatz als Grundlage und damit wird von den realen Lebenssituationen, den Bedürfnissen und den Interessen der Kinder ausgegangen. Zudem fußt die pädagogische Ausrichtung als Familienkita auf dem Early-Excellence-Ansatz, was im März 2015 zu einer Anerkennung als Thüringer-Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiZ) führte.

 

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Mitbestimmung der Kinder

In der Familienkita Anne Frank bestimmen Kinder das Leben der Kita aktiv mit. Der U3-Bereich ist als teiloffen zu verstehen, was bedeutet, dass beispielsweise die Ess- und Schlafgewohnheiten neben den Ruhe- und Aktivitätsphasen individuell berücksichtigt werden. Im Ü3-Bereich lernen die Kinder selbständige Entscheidungen hinsichtlich ihres Spielortes, der Spielpartner und ihrer Bezugsperson zu treffen. Unterstützt wird dies durch die regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenzen, in denen verschiedenste Themen und organisatorische Abläufe besprochen werden. Diese bieten den Kindern die Möglichkeit, ihre Wünsche, Ideen, aber auch ihre Beschwerden zu äußern.

Die räumliche Ausstattung orientiert sich an den sieben Bildungsbereichen des Thüringer Bildungsplanes. Darüber hinaus stehen den Kindern Funktionsräume wie beispielsweise ein Sportraum, eine Sauna, eine Töpferei, eine Kinderbibliothek und ein großer Garten zur Verfügung. Auch die nähere Umgebung, wie der Wald, die naheliegenden Schulen, das Krankenhaus und viele andere Institutionen werden aktiv mit in die pädagogische Arbeit einbezogen.

 

Elternarbeit

Die Elternschaft der Familienkita beteiligt sich sehr engagiert am Kita-Geschehen. So können z.B. ab dem Nachmittag Eltern eigenständig die Räumlichkeiten der Kita benutzen. Dazu haben einige Eltern einen Schlüssel der Einrichtung und können so weitestgehend selbstständig ihre Angebote durchführen. Dazu gehört beispielsweise ein Nähtreff, ein Töpferkurs, ein Kleider- und Spielzeugbasar, ein Kinderfrisör und zahlreiche informelle Runden. Die Eltern haben in diesem Rahmen die Organisation und Verantwortung dieser Veranstaltungen selbst in der Hand. Zudem sind den Pädagogen der Familienkita die Meinungen und das Feedback der Eltern sehr wichtig. Aus diesem Grund können die Eltern in persönlichen Gesprächen, aber auch mittels einer virtuellen und einer Briefkasten-Meinungsbox ihre Wünsche, Ängste und Verbesserungsvorschläge äußern. Darüber hinaus gibt es neben einem Förderverein, der die Kita finanziell unterstützt, auch einen Elternbeirat. In diesem planen Pädagogen mit Eltern gemeinsam verschiendene Veranstaltungen der Kita, es werden Veränderungen besprochen und gegenseitige Fragen zu allen denkbaren Themen geklärt.

 

Sozialraumöffnung

Die Familienkita „Anne Frank“ hat etwa 30 Kooperationspartner, die in der Einrichtung Angebote für Kinder, Familien oder für Erwachsene anbieten. Die Angebote sind so ausgerichtet, dass sie die Bereiche Bildung, Beratung und Hilfen für Familien abdecken. Da viele dieser Angebote nachmittags oder bis in die Abendstunden hinein stattfinden, haben einige Kooperationspartner einen Schlüssel der Einrichtung.

Alle Angebote verstehen sich als Stadtteiloffen und die Kita versucht, sämtliche Angebote möglichst kostenfrei anzubieten. Zu den Kooperationspartnern gehören u.a. eine Hebamme, eine Logopädische- & Ergotherapeutische Praxis, die Lobdeburgschule, die ev. Kirchgemeinde, das Seniorenheim, ein Fitnesstrainer, unsere Elternbildungspartner, die örtliche Fachhochschule, das Stadtteilbüro, der Buchkinder e.V. usw.. Auch unsere aufsuchende Elternarbeit nach dem Programm PAT (Parents as teachers) wird als Stadtteiloffen kommuniziert. Im Rahmen dieser Arbeit werden z.B. Hausbesuche durchgeführt aber auch Eltern-Kind-Gruppen von erfahrenen Elternbegleitern bzw- Elternberatern angeleitet.

Die Familienkita ist zertifiziert als „Haus der kleinen Forscher“, als „bewegungsfreundliche Kindertagesstätte“ und als Musikkita mit der Auszeichnung „Felix“. Zudem war sie aktiv am Modellprojekt „Kinderwelten“ beteiligt. Seit 2012 ist sie Modelleinrichtung der Karl-Kübel-Stiftung für den Early-Excellence-Ansatz. Im Jahr 2013 ist sie mit dem Thüringer Familienpreis gewürdigt worden und ist seit 2015 als Konsultationseinrichtung offiziell Mitglied im Arbeitskreis der Thüringer Eltern-Kind-Zentren (ThEKiZ).

 

 

Pädagogische Schwerpunkte

Situationsansatz und Kinderwelten

  • Kinder dabei unterstützen, in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen selbstbestimmt, solidarisch und sachkompetent handeln zu können
  • Orientierung an realen Lebenssituationen, den Bedürfnissen und den Erfahrungen der Kinder

Sieben Bildungsbereiche Thüringer Bildungsplan

  • Sprachliche und schriftsprachliche Bildung
  • Motorische und gesundheitliche Bildung
  • Naturwissenschaftliche und technische Bildung
  • Mathematische Bildung
  • Musikalische Bildung
  • Künstlerisch-gestaltende Bildung
  • Soziokulturelle und moralische Bildung

Early-Excellence-Ansatz

  • Jedes Kind ist einzigartig, hat individuelle Stärken und Fähigkeiten
  • Eltern sind die Experten für ihre Kinder – sie werden in die tägl. Pädagogische Arbeit stets mit einbezogen
  • Die Kindertageseinrichtung öffnet sich nach innen – hinsichtlich ihrer pädagogischen Arbeit – und nach außen in den Sozialraum. Als zentraler Knotenpunkt eines Stadtteilnetzwerks

Das ist in der Kita besonders wichtig

Kindern vielfältige Erfahrungsbereiche zum Erwerb von wertvollen Schlüsselkompetenzen, Wissen und Weltverständnis zur Verfügung stellen

  • Sportraum, Sauna, Töpferei, Kinderbibliothek, Garten

Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Ständiger Dialog zwischen Eltern und den pädagogischen Fachkräften
  • Kompetenzpartnerschaft als fortwährender Prozess
  • Transparenz und regelmäßiger Informationsfluss

Kooperationen im Stadtteil

  • Schulen, Vereine, Beratungsstellen, öffentliche Einrichtungen im Stadtteil, logopädische und ergotherapeutische Praxen sowie Firmen im Umfeld der Einrichtung

Weitere Informationen zur Familienkita Anne Frank

Konsultationseinrichtungen finden: